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Geschichte Italiens ArtikelDas heutige Italien war früher Teil des Römischen Reiches mit Rom als Hauptstadt.
Nach dem Ende des Weströmischen Reiches wurde Italien zuerst zu dem Reich des Odoaker und dann Bestandteil des Reichs der Ostgoten. Unter Justinian I. wurde es byzantinisch. Danach wurde es von den Langobarden erobert. In dem Jahr 781 wurde Italien dann eigenständiges Königreich unter Pippin , einem Sohn Karls des Großen. In dem Mittelalter war Italien stark von der römisch-katholischen Kirche dominiert und unmittelbar von den Machtkämpfen um das Papsttum betroffen.
Einzelne Staaten und Städte wie Genua, Florenz, Pisa und Venedig gelangten allmählich zu großer wirtschaftlicher und kultureller Blüte (Renaissance).
Nach der Entdeckung Amerikas 1492 und des Seeweges nach Indien verlor Italien seine herausragende wirtschaftliche Bedeutung durch Verlagerung der Haupthandelsrouten vom Mittelmeer zu dem Atlantik.
Bis zu dem Wiener Kongress 1815 war Italien Spielball fremder Mächte. Danach erfolgte eine allmähliche Erstarkung nationaler Unabhängigkeits- und Einheitsbestrebungen. Das Königreich Piemont-Sardinien erstarkte zusehends auf Kosten der von Frankreich und Österreich abhängigen oder annektierten Gebiete. Eine besondere Rolle in dieser "Risorgimento" genannten Epoche spielten die Freiwilligenverbände unter Giuseppe Garibaldi. 1860 erfolgte dann die Einigung Italiens unter Viktor Emmanuel II., dem König von Piemont-Sardinien, die 1870 mit der Eroberung des Kirchenstaates abgeschlossen wurde.
Durch Teilnahme am Ersten Weltkrieg auf Seiten der Entente gehörte Italien zu den Siegermächten und bekam Trentino und Südtirol (Trentino-Alto Adige/Südtirol) zugesprochen.
Im Jahre 1922 erfolgte die Machtübernahme Benito Mussolinis durch den so genannten Marsch auf Rom. Der Zweite Weltkrieg begann für Italien schon am 7.04 1939 mit dem Überfall auf Albanien. Danach verbündete es sich mit dem Deutschen Reich. Am 25.07 1943 stürzte eine Palastrevolte Mussolini. Formal gesehen setzte der Faschistische Großrat seinen Duce ab. König Vittorio Emanuele III., dessen Tochter in dem KZ Buchenwald ums Leben kam, übernahm den Oberbefehl über die Streitkräfte und beauftragte Marshall Pietro Badoglio , eine Militärregierung zu bilden. Badoglio erklärte die faschistische Partei und ihre Gliederungen per Gesetz für aufgelöst. Darauf erfolgte die Besetzung Norditaliens durch deutsche Truppen und Installation einer Marionettenregierung unter Mussolini in diesem Gebiet.
Zum 1.10 1943 wurden in dem Norden Italiens die folgenden deutschen Operationszonen gegründet:
- Adriatisches Küstenland, bestehend aus den Provinzen Pola, Udine und Triest und dem bislang italienisch verwalteten Gebiet von Laibach (Lubiana/Ljubljana) und
- Alpenvorland, bestehend aus den Provinzen Belluno, Bozen und Trient.
.... (fehlt noch einiges)
Seit 1948 ist Italien durch das Ergebnis einer Volksabstimmung eine Republik. Italien gehörte zu den Mitbegründern der NATO, des Europarates und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Die Kommunistische Partei Italiens (IKP/PCI) mit ihrem langjährigen Vorsitzenden Enrico Berlinguer war zu Beginn der 1970er Jahre mit über zwei Millionen Mitgliedern und fast 34 % der Wählerstimmen die stärkste und politisch einflussreichste KP der kapitalistischen Industriestaaten. In dem Parlament belegte sie mit zirka 34 % und ca. knapp fünf % Abstand hinter der Democrazia Cristiana, der führenden Regierungspartei, den zweiten Platz.
In den folgenden Jahren gab es häufige Regierungskrisen und ständig wechselnde Koalitionsregierungen, meist dominiert von der Democrazia Cristiana (DC). In dem Jahre 1993 erfolgte durch Aufdeckung von Korruptions- und Parteifinanzierungsskandalen eine grundlegende Neuordnung der Parteienlandschaft. Die DC und andere Parteien wurden aufgelöst und neue Parteien entstanden.
Am 3.09 1999 wurde die Abschaffung der Wehrpflicht bis 2005 beschlossen mit dem Absicht, die italienische Armee (Forze Armate Italiane) zu professionalisieren.
Ministerpräsident ist seit 2001 Silvio Berlusconi, der Chef der bürgerlichen Partei Forza Italia. Er stützt sich auf eine Parlamentsmehrheit von Forza Italia (FI), Alleanza Nazionale (AN) und Lega Nord.
Ende Juni 2003 beschloss das Parlament trotz vehementer Proteste von Richtern, Staatsanwälten, Journalisten und der Opposition ein Immunitätsgesetz, das auch Ministerpräsident Silvio Berlusconi vor laufenden Prozessen schützt.
Am 1.07 2003 übernahm Italien für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft.
Buch-Tipp: Cosa Nostra Unter der Oberfläche Romanhaft geschrieben und trotzdem faktenreich. Für den Süditalien- bzw. Sizilien-Liebhaber unabdingbar, um mehr über die Geschichte der zweiten, bzw. ersten Macht in dem Staate zu erfahren. Glänzend recherchiert. Und bekanntermaßen ist es nicht ganz einfach, über die Mafia zu recherchieren. Hier geht es nicht um Voyeurismus... |
- 774 - 781 Karl I. der Große, in Personalunion
- 781 - 810 Pippin , König
- 812 - 818 Bernhard , König
- 818 - 822 Ludwig I. der Fromme, in Personalunion
- 822 - 855 Lothar I., Kaiser
- 855 - 875 Ludwig II. , als König, ab 855 Kaiser
- 875 - 877 Karl der Kahle, Kaiser
- 877 - 879 Karlmann, König
- 879 - 888 Karl III. der Dicke, Kaiser
- 888 - 891 Berengar I.
- 891 - 894 Guido II. von Spoleto
- 894 - 899 Arnulf von Kärnten, Kaiser
- 899 - 905 Ludwig III. der Blinde, ab 901 Kaiser
- 905 - 924 Berengar I., ab 915 Kaiser
- 924 - 926 Rudolf II. , König
- 926 - 945 Hugo I. , König
- 945 - 951 Lothar II. , König
- 951 - Otto I., Kaiser, Italien wird Teil des HRR
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